Was kostet ein Court wirklich, wie viel Fläche braucht ihr, und wie lange dauert es bis zum ersten Spiel? Der Leitfaden für Vorstände, die ein Padel-Projekt sauber planen wollen.
Richtwerte pro Court, netto, ohne Puffer. Die Summe ist keine reine Addition: Viele Pakete enthalten Kunstrasen und Licht, und selten kommen alle Obergrenzen zusammen. Der größte Unsicherheitsfaktor ist fast immer der Untergrund.
Glasscheiben mit Pfosten dazwischen, meist 10 mm Glas. Robust, bewährt und für den Vereinsbetrieb völlig ausreichend.
Keine Pfosten an der Rückwand, dafür 12 mm Glas. Freie Sicht für Zuschauer, moderner Auftritt. Mehrpreis je nach Hersteller rund 1.000–2.000 € für das Glas plus Konstruktion.
Membran- oder Stahldach über dem Court. Fast doppelt so viele buchbare Stunden, aber deutlich höhere Investition. Lichte Höhe mindestens 6 m, der Weltverband FIP empfiehlt 8 m.
Mehr zu Dächern und Hallen →Ein Padel-Court braucht mit Fundament rund 21 × 11 Meter. Ein Tennisplatz ist mit Auslauf etwa 36 × 18 Meter groß. Weil der Court mindestens 20 Meter lang ist, passt er nur längs hinein.
Der Bau selbst geht schnell. Zeit kosten Beschlüsse, Genehmigung und Förderanträge. Realistisch sind vier bis neun Monate.
Bedarf prüfen, Standort wählen, Kosten und Finanzierung grob durchrechnen, Mitglieder mitnehmen.
Frühes Gespräch mit dem Bauamt, Baugrund prüfen, bei Nachbarschaft ein Lärmgutachten beauftragen.
Drei vergleichbare Angebote einholen und Förderanträge stellen. Erst nach dem Bescheid beauftragen.
Bestellung des Courts. Je nach Hersteller und Saison mehrere Wochen Lieferzeit einplanen.
Tiefbau, Fundament, Entwässerung und Leitungen für Flutlicht. Am besten außerhalb der Frostperiode.
Court aufstellen, Glas setzen, Kunstrasen verlegen, Abnahme. Danach Buchungssystem und Eröffnungsturnier.
Ein Padel-Court ist in der Regel eine genehmigungspflichtige bauliche Anlage. Die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland und Bebauungsplan. Der häufigste Stolperstein ist der Lärm: Der Ball auf den Glaswänden ist deutlich hörbar.
Angebote wirken oft günstig, weil wichtige Posten fehlen. Diese Punkte sollte jedes Angebot klar ausweisen:
Ein Outdoor-Court mit Flutlicht kostet schlüsselfertig meist zwischen 65.000 und 90.000 € netto, ohne Puffer. Den größten Unterschied macht das Fundament. Mit Überdachung steigt die Investition deutlich. Eure individuelle Schätzung liefert der Padel-Rechner.
Eine verzinkte und pulverbeschichtete Stahlkonstruktion hält bei guter Pflege viele Jahre. Verschleißteil ist der Kunstrasen: Outdoor ist er nach etwa 3 bis 7 Jahren fällig. Plant dafür eine jährliche Rücklage ein.
Für den reinen Vereinsbetrieb reicht ein Standard-Court. Ein Panorama-Court bietet freie Sicht und wirkt hochwertiger, was bei Turnieren, Zuschauern und Sponsoren hilft. Viele Vereine entscheiden sich wegen der Optik für Panorama.
Grundsätzlich ja, wenn Fläche, Fundamente für die Dachstützen und die nötige Höhe von Anfang an mitgedacht werden. Sprecht das bei der Planung an, sonst wird ein Dach später deutlich teurer.
Das entscheidet das Bauamt. Liegen Wohnhäuser in der Nähe, wird ein Gutachten nach der Sportanlagenlärmschutzverordnung häufig verlangt. Fragt früh nach, denn das Ergebnis kann Standort, Lärmschutzwand und Spielzeiten bestimmen.
Rechnet euer Projekt durch oder schickt uns eure Eckdaten, dann suchen wir passende Court-Bauer für eure Region. Kostenlos für Vereine.
Kosten- und Technikangaben sind Richtwerte aus Hersteller- und Fachangaben, u. a. Sportstättenrechner, Padelcompass, Padelradar und dem LTA Construction Guidance. Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.