Anbieter nennen oft nur den Preis für den Court. Für euren Beschluss zählt die ganze Rechnung: Fundament, Elektro, Planung, Puffer, Umsatzsteuer und die Jahre danach. Ein Outdoor-Court mit Flutlicht kostet rund 65.000 bis 90.000 € netto ohne Puffer, zwei Courts rund 130.000 bis 180.000 €. Hier steht jeder Posten mit Spanne und Quelle, dazu Beispiele für einen, zwei und vier Courts und Summen aus echten Vereinsprojekten.
Die Tabelle zeigt, was je Court anfällt und woher die Spanne kommt. Anbieterwerte und der DTB-Rechner sind ausdrücklich netto. DTB-Leitfaden, Bayerischer Tennis-Verband (BTV) und padelplatz-kosten.de nennen keine Steuerart, wir behandeln ihre Werte als netto. Richtwerte, Stand Oktober 2026.
Die Gesamtspanne ist keine reine Addition der Zeilen, weil Licht oft im Paket steckt und selten alle Obergrenzen zusammenkommen. Wir nennen 65.000 bis 90.000 € netto je Outdoor-Court mit Flutlicht, ohne Puffer, mit 75.000 € als Standardwert. Das ist die Summe der Einzelposten im DTB-Leitfaden. Die Gesamtwerte der Verbände gehen auseinander: Der Leitfaden nennt 60.000 bis 80.000 €, das DTB-Vereinsportal 65.000 bis 70.000 € netto, der Bayerische Tennis-Verband 80.000 bis 90.000 €. Elektrik und Zuwegung sind dort nicht beziffert. Bei Herstellern und Portalen bedenkt, dass sie verkaufen wollen. Vor Angeboten um 35.000 € je Platz warnt der Bayerische Tennis-Verband ausdrücklich.
Als Standard rechnen wir mit 75.000 € netto je Outdoor-Court mit Flutlicht, ohne Puffer. Die ersten Zeilen zeigen, woher die 150.000 € für zwei Courts kommen. Danach folgen die Spannen und am Ende der ungünstige Fall. Richtwerte, Stand Oktober 2026, ohne Förderung und ohne Mengenrabatt.
Der ungünstige Fall ist kein Normalfall. Er zählt die Baugenehmigung teils doppelt, weil sie auch in der oberen Zeile Sonstiges steckt, und das Flutlicht entfällt, wenn es im Paket enthalten ist. Gegenprobe für den Standardwert: 196.350 € brutto mit Puffer liegen nah an den beiden einzigen ausdrücklichen Bruttosummen, Bad Dürkheim mit 196.903 € und Neuberg mit rund 200.000 €. Zum Vergleich: Das DPV-Beispiel für zwei Courts kommt auf 129.000 € netto, mit 12 % Puffer auf 144.480 € und brutto auf 171.931 €. Der britische Tennisverband LTA nennt aus gebauten Projekten 2025 ohne Steuer und Honorare 71.000 £, 148.000 £ und 268.000 £ für einen, zwei und vier Courts.
Diese Summen stammen aus Vereinsangaben, Sitzungsunterlagen, Förderbescheiden und Presseberichten. Abgerechnet ist kaum eine, und oft fehlt die Angabe, ob netto oder brutto.
Vereine nennen meist 75.000 bis 100.000 € je Court. Alle uns bekannten Fälle reichen von rund 63.000 bis 135.000 €, teils netto, teils brutto, teils ohne Angabe. Die Stichprobe ist klein und nicht vergleichbar aufgebaut. Fragt Vereine in eurer Region nach ihren abgerechneten Summen.
Ein Court kostet auch im Betrieb Geld, und der Rasen muss irgendwann neu. Die Werte gelten je Court und Jahr, soweit nichts anderes steht.
Mit Rücklage und ohne Personal und Kredit plant ihr also rund 4.300 bis 8.600 € je Court im Jahr. Bei zwei Courts sind das 8.600 bis 17.200 €, bei vier Courts 17.200 bis 34.400 €. Richtwerte, Stand Oktober 2026. Ob die Quellen netto oder brutto meinen, ist meist nicht angegeben.
Anbieter nennen meist Nettopreise, Verbände und Vereine oft gar keine Steuerart. Gezahlt wird mit 19 % Umsatzsteuer. Ob ihr Vorsteuer abziehen könnt, hängt von der Nutzung ab: Bei unentgeltlicher Nutzung durch Mitglieder entfällt der Abzug in der Regel, bei entgeltlicher Nutzung kommt er in Betracht, bei gemischter Nutzung wird aufgeteilt. Ändert sich die Nutzung, kann das über 10 Jahre korrigiert werden. Klärt das vor der ersten Rechnung mit Finanzamt oder Steuerberatung.
Ein Court ab 27.500 € enthält beim einen Lieferung, Licht und Aufbau, ein noch nicht bestellbarer Bausatz für rund 17.600 € netto dagegen weder Montage noch Entladung. Auch beim Fundament variiert der Umfang. Eine Summe sagt erst etwas aus, wenn ihr wisst, welche Posten aus unserer Tabelle sie abdeckt.
Bauen wird teurer. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Preise bis August 2026 binnen eines Jahres im Straßenbau um 6,9 % und für Erdarbeiten im Wohnbau um 6,1 %. Ältere Angebote und Vereinsberichte können deshalb zu niedrig sein. Der TC Neuberg rät zu einer Bindefrist von etwa 6 Monaten im Angebot.
Die Spanne wird kleiner, sobald ihr die teuren Unbekannten klärt. Diese Reihenfolge hält die Ausgaben am Anfang klein.
Fragt das Bauamt früh, ob die Fläche geeignet ist und ob ein Schallgutachten nötig ist. Muss eine Lärmschutzwand gebaut werden, kommen laut einem Kostenportal 12.000 bis 28.000 € dazu, die Datenbasis ist nicht nachprüfbar.
Eine Baugrunduntersuchung kostet rund 800 bis 4.000 € netto und engt den größten Posten ein. Beim Umbau eines Tennisplatzes klärt, was mit der alten Schicht passiert. Aushub und Entsorgung kosten schnell einige tausend Euro.
Lasst euch auch beim Komplettangebot die Posten aus unserer Tabelle einzeln nennen. So seht ihr, was fehlt. Unsere Checkliste auf der Hauptseite hilft beim Vergleich.
Legt 8 bis 12 % Puffer auf die Bausumme. Rechnet brutto, solange die Vorsteuer nicht geklärt ist. Aus 150.000 € netto für zwei Courts werden mit 10 % Puffer und 19 % Umsatzsteuer 196.350 €.
Prüft die Bedingungen vor dem Auftrag. In Garching schied die Förderung des BLSV aus, weil der Pachtvertrag unter 25 Jahren lag. Fördergeld kann laut TC Neuberg 6 Monate oder länger auf sich warten lassen, deshalb braucht ihr eine Zwischenfinanzierung.
Legt der Mitgliederversammlung nicht nur die Bausumme vor, sondern auch 4.300 bis 8.600 € je Court im Jahr und die Kreditrate.
Für einen Outdoor-Court mit Flutlicht rechnet ihr mit rund 65.000 bis 90.000 € netto, ohne Puffer, für zwei Courts mit rund 130.000 bis 180.000 €. Das ergibt sich aus den Einzelposten im DTB-Leitfaden und passt zu DPV, BTV und Vereinssummen, Stand Oktober 2026. Im ungünstigen Fall, mit allen Obergrenzen, 10 % Puffer und Gutachten, können es je Court rund 125.000 € werden. Vereine nennen meist 75.000 bis 100.000 € je Court. Alle uns bekannten Fälle reichen von rund 63.000 bis 135.000 €, teils netto, teils brutto, teils ohne Angabe.
Das ist meist der Preis für den Court mit Lieferung und Montage. Fundament, Elektro, Planung und Gutachten kommen hinzu und machen zusammen oft mehr aus als der Court selbst.
Rechnet mit 25.000 bis 40.000 € netto je Court. Die Spanne hängt von System, Boden, Entwässerung und Zufahrt ab. Ein Berater nannte 2021 im Bestfall 20.000 € und auf schwierigem Gelände weitere 10.000 € für Abriss und Entsorgung. Die Preise sind seitdem gestiegen.
Darauf verlasst euch nicht. Das DTB-Vereinsportal und der BTV nennen die Voraussetzungen nach Abtrag der roten Schicht gut, verlangen aber immer eine gebundene, ebene Fläche. Klärt das mit Baugrundgutachten und Fachfirma.
Etwas, aber nicht automatisch. Ein Marktrechner setzt 6 % Nachlass bei zwei und 12 % bei vier Courts an, die LTA-Projektwerte zeigen bei vier Courts rund 6 %. Der TC Neuberg berichtet dagegen, zwei Plätze kosteten etwa das Doppelte. Unsere Spannen rechnen deshalb ohne Mengenrabatt.
Ohne Personal sind es 2.700 bis 7.000 € je Court im Jahr für Pflege, Strom und Versicherung. Dazu kommt eine Rücklage ab 1.600 € für den Kunstrasen. Plant auch die Kreditrate und das Buchungssystem ein.
Ohne Klärung rechnet ihr besser brutto, also mit 19 % auf die Nettosumme. Ob ihr Vorsteuer abziehen könnt, hängt davon ab, wie der Court genutzt wird. Das ist keine Rechtsberatung. Zuständig sind euer Finanzamt oder eure Steuerberatung, oft hilft auch der Landessportbund.
Für den ersten Überschlag mit Courts, Bundesland, Auslastung und Förderquote nutzt unseren Rechner. Für euren Beschluss nehmt die Posten von hier und holt euch Angebote für euren Standort ein.
DTB: Zukunftsprojekt Padel, Leitfaden für Vereine
DTB und MyPadel: Court-Rechner
DTB-Vereinsportal: Planung und Finanzierung
Württembergischer Tennis-Bund: Padel
Bayerischer Tennis-Verband: Padel
Hamburger Tennis-Verband: Padel
Deutscher Padel Verband: Kosten, archivierte Fassung vom 15.06.2026
LTA: Padel Court Construction Guidance Note 2025
Statistisches Bundesamt: Baupreise August 2026
Landkreis Darmstadt-Dieburg: Sportförderbescheide Oktober 2026
Stadt Garching: Beschlussvorlage GBIII/0062/2025
TC Neuberg: Padel Court Bau
Schwäbische Zeitung: Sportstättenförderung im Sportkreis Biberach
Schwäbische Zeitung: SV Äpfingen
MTV Kahlenberg: Information des Vorstands
padelplatz-kosten.de: Kostenportal, Datenbasis nicht nachprüfbar
Alles für Padel: Padelplatz Kosten, Anbieter
PadelCompass: Kostenrechner, Vermittler
I-Padel: Instandhaltung, Hersteller
Steinbock und Partner: Vorsteuer im Sportverein
Bad Dürkheim: Anlage zur Beschlussvorlage vom 26.09.2025
Gießener Anzeiger: Heuchelheim
TNB: Padel-Court in Hagen
Weser-Kurier: TC Oyten
Kölner Stadt-Anzeiger über MSN, 22.10.2026: Kall und Reetz
Deutschland-Rechner: Kosten Bodengutachten
Preise sind Richtwerte. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: Oktober 2026.