Ganzjährig spielen heißt: Dach, Traglufthalle, umgebaute Gewerbehalle oder Neubau. Wir zeigen, was jede Variante kostet, worauf Bauamt und Brandschutz achten und wie sich eine Halle für Vereine und Betreiber rechnet.
Welche Variante passt, hängt von Budget, Grundstück und Betriebsmodell ab. Vereine starten oft mit einem Dach über bestehenden Courts, Betreiber eher mit einer Bestandshalle.
Membran- oder Stahldach über Outdoor-Courts, seitlich offen. Spielbar bei Regen und im Winter, aber ohne Heizung. Fundamente für die Stützen am besten schon beim Court-Bau einplanen.
Membran, die per Luftdruck steht, oft nur im Winter aufgebaut. Günstig in der Anschaffung, dafür laufen Gebläse und Heizung die ganze Saison.
Lager- oder Gewerbehalle wird zur Padelhalle. Schnellster Weg zu mehreren Courts, wenn Höhe und Stützenraster passen. Größter Kostenblock ist meist der Brandschutz.
Halle exakt für Padel geplant: stützenfrei, richtige Höhe, Licht und Akustik. Dauert am längsten und braucht ein passendes Grundstück, meist im Gewerbe- oder Sondergebiet.
Prüft diese Punkte, bevor ihr eine Halle kauft oder mietet. Verbindlich ist am Ende nur die Auskunft der unteren Bauaufsicht.
Empfohlen sind 7–9 m lichte Höhe über dem Spielfeld, der Weltverband FIP nennt mindestens 6 m. Stützen dürfen nicht im Court stehen.
Der Bebauungsplan muss Sport zulassen. Gewerbe- und Mischgebiete sind meist flexibler, in reinen Wohngebieten ist eine Padelhalle in der Regel unzulässig.
Wird aus einer Lager- oder Gewerbehalle eine Sporthalle, ist das genehmigungspflichtig, auch wenn ihr keine Wand verändert.
Mehr Personen in der Halle heißt: angepasstes Brandschutzkonzept und zweiter Rettungsweg. Mit Zuschauerbereich kann ab etwa 200 Personen Versammlungsstättenrecht greifen.
Die Stellplatzsatzung der Gemeinde gibt die Zahl vor, oft sind es 2–3 Plätze je Court. Fehlen sie, kann die Genehmigung scheitern.
Heizung und Lüftung, blendfreie Beleuchtung und ein Plan gegen Hall in der Halle. Dazu Umkleiden, Sanitär und ein Empfangsbereich.
Der Weltverband FIP nennt mindestens 6 m freie Höhe über dem Spielfeld und empfiehlt für neue Anlagen 8 m. In der Praxis werden 7–9 m angestrebt, damit hohe Bälle nicht an Dach oder Technik stoßen.
In einer passenden Bestandshalle liegen vier Courts samt Ausbau grob bei 320.000 bis 825.000 € netto. Muss viel für Brandschutz und Rettungswege umgebaut werden, sind 600.000 € bis 1 Mio. € realistisch. Ein Neubau liegt darüber, das Grundstück kommt hinzu.
Ja. Die Änderung der Nutzung von Lager zu Sport ist genehmigungspflichtig, auch ohne bauliche Veränderungen. Geprüft werden unter anderem Bebauungsplan, Brandschutz, Rettungswege und Stellplätze.
Für Vereine mit bestehenden Outdoor-Courts kann sie ein günstiger Weg zur Wintersaison sein. Rechnet aber die laufenden Kosten für Gebläse und Heizung sowie Auf- und Abbau sauber mit ein.
Die Angaben reichen von 2–4 Jahren für günstige Bestandshallen bis 6–10 Jahren für Neubauten. Meist werden 3–7 Jahre genannt. Entscheidend sind Miete bzw. Finanzierung und wie gut ihr die Vormittage füllt.
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Richtwerte aus Anbieter-, Berater- und Fachangaben, u. a. Planeco Building, Padel-Guide, rechn24 Padelhallen-Rechner, Alles für Padel, Padberg Projektbau, I-Padel und Smarthalls (allgemeine Hallenpreise). Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr, verbindlich ist die Auskunft eurer Bauaufsicht.