Padel-Court mit Glaswänden unter Flutlicht zur blauen Stunde

Padel-Förderung in Sachsen

In Sachsen kommt der Bauzuschuss für Vereine von der Sächsischen Aufbaubank: bis 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben als Obergrenze, vergeben nach Rangliste. Der Landessportbund zahlt dafür nichts, wirkt aber mit. Padel nennt keine Quelle ausdrücklich, und für 2026 plant das Land rund 2,17 Mio. € für etwa 50 Projekte. Stand: Oktober 2026.

Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr, maßgeblich sind die Richtlinien der Fördergeber.
Sachsen auf einen Blick
Land: SAB Sportstättenförderung bis 50 %, nach Rangliste
LSB Sachsen: Zuschuss kein Geld, nur Mitsprache
Baubeginn ab 100.000 € erst nach Genehmigung
Antrag unter 200.000 € Wert auch im laufenden Jahr
Die 50 % sind eine Obergrenze und kein Anspruch. Die SAB entscheidet nach einer Rangliste, Vorrang haben Anlagen der Grundversorgung und Projekte mit Beteiligung Dritter. Für 2026 plant das Land rund 2,17 Mio. € für etwa 50 Projekte, im Schnitt also rund 43.000 € (eigene Rechnung). Einen Padel-Fall mit Betrag haben wir in Sachsen nicht gefunden.
Die Fördertöpfe

Sachsen: ein Landestopf, der Rest hängt vom Ort ab

Für den Bau gibt es nur einen Landeszuschuss, und den zahlt die SAB nach Rangliste. Kommunale Mittel und LEADER gelten je nach Stadt, Kreis oder Region. Der Landessportbund berät und gibt die Stellungnahme ab, Geld für den Court gibt er nicht.

Sächsische Aufbaubank

Sportstättenförderung der Sächsischen Aufbaubank

Was ihr bekommen könnt

bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben nach Rangliste und Haushaltslage

Mindestinvestition
ab 5.000 €

Nicht rückzahlbarer Zuschuss von bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben für Neu-, Aus- und Umbau sowie Sanierung von Sportstätten, in geeigneten Fällen als Festbetrag.

Das solltet ihr wissen
  • Die Richtlinie nennt keinen Höchstbetrag.
  • Die 50 % sind eine Obergrenze und kein Anspruch: Die SAB entscheidet nach Ermessen und nach einer Rangliste, die sie mit dem Landessportbund abstimmt und das Innenministerium bestätigt.
  • Vorrang haben Anlagen der Grundversorgung wie Sporthallen und Sportplätze sowie Vorhaben mit angemessener Beteiligung Dritter.
  • Padel nennt keine geöffnete Quelle.
  • Das Geld ist Landesgeld, der Landessportbund zahlt für Bauten nichts dazu.
Aus der Praxis
  • Kein Padel-Fall. Ähnlich hoch: Pumptrack des Roll-Laden e. V. Großenhain 92.935,58 € (2023), für die Schützengilde Niedersteinbach 2026 vorgesehen 99.293 €.
  • Kleiner: LED-Flutlicht 24.156,60 € und 18.367,65 € (2026), Zaun des TC Rot-Weiß Hohenstein-Ernstthal 25.212,27 € (2023).
  • Mit Gesamtkosten belegt: Hockeyplatz Postsportverein Chemnitz, rund 1,165 Mio. € Land von 2,43 Mio. € (rund 48 %, eigene Rechnung), die Stadt gab 1,032 Mio. €.

Was ihr tun müsst

Antrag
  • Nur digital im SAB-Förderportal.
  • Vereinsmaßnahmen unter 200.000 € Gesamtwert könnt ihr auch im laufenden Jahr beantragen, größere bis 30.09. für das Folgejahr.
  • Die SAB holt die Stellungnahme des Landessportbunds selbst ein. Unter 100.000 € Ausgaben dürft ihr ab Antragseingang auf eigenes Risiko beginnen.
  • Ab 100.000 € nur nach Genehmigung der SAB, laut LSB ist ein Beginn vor dem Bescheid förderschädlich.
Voraussetzung
  • Gemeinnütziger Sportverein mit Sitz und Tätigkeit in Sachsen.
  • Mindestens 10 % Eigenanteil.
  • Zuwendung über 2.500 €, das Projekt also ab 5.000 €.
  • Eigentum oder Nutzungsvertrag ohne ordentliche Kündigung über mehr als 12 Jahre, Zweckbindung laut LSB 12 Jahre ab Bewilligung.
  • Ausgeschlossen sind Sportstätten, die mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben oder in erheblichem Umfang von Profis genutzt werden, maßgeblich ist die einzelne Anlage.
  • Ab 200.000 € Gesamtwert ist ein Auszug aus der Sportstättenleitplanung nötig.
  • Flutlicht nach den Regeln der Technik, Kunststoffgranulat auf Sportplätzen ist ausgesetzt.

Aus offizieller Quelle

Geprüft am 30.10.2026 · Quelle: sab.sachsen.de

Fördergeber: Sächsische Aufbaubank (SAB) als Bewilligungsstelle, Landesmittel nach der Sportförderrichtlinie des Innenministeriums

Kommunal

Landkreis und Gemeinde

Viele Landkreise, Städte und Gemeinden haben eigene Sportförderrichtlinien. Manche geben zusätzlich einen Zuschuss oder übernehmen eine Bürgschaft.

Stadt Leipzig: investive Sportförderung für Vereine auf städtischen Pachtanlagen

Satz nicht belegt, Einzelfälle rund 36 und 40 %

Mehr dazu und Antrag

Komplementärförderung von Land und Stadt für Baumaßnahmen von Vereinen auf dem Pachtgrundstück, so die Ratsvorlage von 2022. Sie nennt zwei avisierte Fälle: 100.475,63 € bei 251.189,08 € (rund 40 %) und 146.910,35 € bei 406.711 € (rund 36 %, eigene Rechnung). Der Freistaat stellte dafür bis zu 50 % in Aussicht. Das sind Einzelfälle und kein Satz aus der Richtlinie. Die Fachförderrichtlinie Sport haben wir nicht geöffnet.

Antrag: Antrag bei der Stadt Leipzig, Amt für Sport. Eine aktuelle Frist haben wir nicht geprüft.

Voraussetzung: Die Vorlage beschreibt Vereine auf kommunalen Pachtsportstätten. Ob auch vereinseigene Anlagen infrage kommen, steht in der Fachförderrichtlinie, die wir nicht geöffnet haben. Laut Vorlage ist auch die Beteiligung des Freistaats nach seiner Sportförderrichtlinie nötig.

Aus der Praxis: Stadt- und Kreisfachverband Radsport, Radrennbahn: 100.475,63 € städtisch avisiert bei 251.189,08 € Gesamtprojekt. Leipziger Schützengesellschaft: 146.910,35 € bei 406.711 € (beide 2022, kein Padel).

Vorab bestätigen lassen

Geprüft am 30.10.2026 · Quelle: l-iz.de

Fördergeber: Stadt Leipzig, Amt für Sport, gemeinsam mit dem Freistaat

Stadt Bautzen: investive Förderung nach der Sportförderrichtlinie

keine Quote genannt, Fehlbedarfsfinanzierung

Mehr dazu und Antrag

Die Stadt fördert bauliche Neu-, Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen von Sportanlagen als Fehlbedarfsfinanzierung. Eine Prozentzahl oder einen Höchstbetrag nennt die Richtlinie vom 01.01.2026 nicht. Die Stadt entscheidet nach Ermessen im Rahmen ihres Haushalts. Ihr müsst vorher andere Fördermöglichkeiten prüfen.

Antrag: Antrag grundsätzlich bis 31.07. des laufenden Jahres schriftlich bei der Stadtverwaltung Bautzen. Bearbeitet wird erst nach Bestätigung der Haushaltssatzung.

Voraussetzung: Eingetragener, gemeinnütziger Verein mit Sitz und Schwerpunkt in Bautzen oder örtlicher Bedeutung für die Stadt, Mitglied im Kreissportbund Bautzen. Eigentum oder langfristiges Nutzungsrecht, zum Beispiel Erbbaurecht. Eigenanteil mindestens 20 %, Eigenleistungen zählen mit, gesicherte Gesamtfinanzierung.

Aus offizieller Quelle

Geprüft am 30.10.2026 · Quelle: bautzen.de

Fördergeber: Stadt Bautzen

LEADER über eure Lokale Aktionsgruppe

20 % bis höchstens 95 %, je nach Region

Mehr dazu und Antrag

Förderung ländlicher Projekte nach der Förderrichtlinie LEADER 2023. Den Satz legt jede Lokale Aktionsgruppe in ihrer Strategie fest, von 20 % bis höchstens 95 % für nicht kommunale Begünstigte, bei wirtschaftlichen Vorhaben höchstens 65 %. Ob eine Gruppe Sportanlagen oder Padel aufnimmt, steht in ihrer Strategie. Zuwendungen unter 5.000 € werden nicht bewilligt.

Antrag: Erst Auswahl durch die Lokale Aktionsgruppe, dann Antrag beim Landkreis. Ihr dürft vor dem Antrag nicht beginnen, auch ein verbindlicher Auftrag zählt als Beginn.

Voraussetzung: Ländliches Gebiet, nicht in Chemnitz, Dresden und Leipzig, investive Vorhaben nur in Orten bis 5.000 Einwohner laut Ortsliste. Bauliche Investitionen nur für Eigentümer oder Erbbauberechtigte. Pächter nur, wenn eine Gebietskörperschaft Eigentümerin ist und die ordentliche Kündigung ausgeschlossen ist. Zweckbindung 5 Jahre. Dieselben Ausgaben dürfen nicht zusätzlich aus Landesmitteln finanziert werden.

Vorab bestätigen lassen

Geprüft am 30.10.2026 · Quelle: recht.sachsen.de

Fördergeber: Freistaat Sachsen mit ELER-Mitteln der EU, Richtlinie heute beim Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung, Auswahl durch die Lokale Aktionsgruppe, Bewilligung durch den Landkreis

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Zwei Courts mit Flutlicht: die Finanzierung im günstigen Fall

Gerechnet ist nur der SAB-Zuschuss mit der vollen Obergrenze von 50 %, weil nur er landesweit belegt ist. Das ist der günstige Fall und keine Zusage. Beträge dieser Größe gab es schon, etwa 92.935,58 € für einen Pumptrack (2023), im Schnitt plant das Land für 2026 aber rund 43.000 € je Projekt. Kommune oder LEADER können euren Anteil je nach Ort senken.

Günstiger Fall. Annahmen: 150.000 € netto für zwei Outdoor-Courts mit Flutlicht (75.000 € je Court, Spanne 130.000 bis 180.000 €, ohne Puffer), alles zuwendungsfähig, volle 50 %. Ohne Platz auf der Rangliste gibt es nichts. Ob ein Padel-Court zur Grundversorgung zählt, sagt keine Quelle. Mehrkosten lehnte der Freistaat 2022 in Leipzig ab, plant sie selbst ein. Brutto wären es 178.500 €, klärt die Vorsteuer-Basis mit der SAB.
Investition (2 Courts, Flutlicht) 150.000 €
SAB-Sportstättenförderung (Obergrenze 50 %) − 75.000 €
Förderung gesamt (ca. 50 %) 75.000 €
Eigenanteil Verein 75.000 €
Ablauf

In fünf Schritten zur Förderung in Sachsen

01

Verein und Bedarf belegen

Ihr braucht Sitz und Tätigkeit in Sachsen, einen Freistellungsbescheid (höchstens 5 Jahre alt) und einen Vereinsregisterauszug (höchstens 1 Jahr alt). Unter 200.000 € Gesamtwert reicht als Bedarfsnachweis ein Belegungsplan mit einer Beispielwoche. Nennt darin die Nutzergruppen: Die Rangliste bewertet auch die Bedeutung der Anlage und ihre Nutzer.

02

Grundstück und Pachtvertrag klären

Gehört euch die Fläche, braucht ihr den Grundbuchauszug. Sonst verlangt die SAB einen Vertrag ohne ordentliche Kündigung und mit mehr als 12 Jahren Laufzeit. Die Zweckbindung dauert laut LSB 12 Jahre ab Bewilligung, plant den Vertrag also lang genug. Die Kommune oder der Landkreis bestätigt, dass das Vorhaben zur Raumordnung passt.

03

Kosten belegen

Ihr legt eine Kostenermittlung nach DIN 276 vor oder drei Angebote. Alternativ reicht ein Angebot, dessen Plausibilität der Landessportbund über das Portal bestätigt. Ein Baugrundgutachten empfiehlt der LSB dringend, seine Kosten sind förderfähig. Das Flutlicht muss den Regeln der Technik entsprechen.

04

Gemeinde früh ins Boot holen

Vorhaben mit angemessener Beteiligung Dritter haben auf der Rangliste Vorrang, fragt also zuerst die Gemeinde. Ihren Anteil belegt ihr mit Bescheid oder Bestätigung mit Siegel, Eigenmittel (mindestens 10 %) mit dem Kontoauszug, ein Darlehen mit der Kreditzusage, Spenden mit Bestätigung der Geber. Eigenarbeit zählt mit Vordruck der SAB.

05

Im SAB-Förderportal beantragen

Der Antrag läuft nur digital, die SAB holt die LSB-Stellungnahme selbst ein. Für Vereinsanträge unter 200.000 € werden die Ranglisten zum 15.04., 15.07. und 15.10. aktualisiert. Bei zwei Courts über 100.000 € wartet ihr mit dem Baubeginn auf die Genehmigung der SAB, am sichersten auf den Bescheid. Plant Bauschild und Erläuterungstafel in die Kosten ein.

Vorsicht

Drei Fehler, die Fördergeld kosten in Sachsen

Auf Verdacht gebaut

Ab 100.000 € Ausgaben dürft ihr nur mit Genehmigung der SAB beginnen, der LSB nennt einen Beginn vor dem Bescheid förderschädlich. Darunter beginnt ihr ab Antragseingang auf eigenes Risiko: Wird der Bau vor der Zusage fertig, kann der Antrag nicht mehr bearbeitet werden und lässt sich nicht ins Folgejahr schieben. Der LSB rät vom vorzeitigen Beginn ab.

Den Court wie ein Geschäft geplant

Mit Gewinnerzielungsabsicht betriebene Sportstätten fördert die Richtlinie nicht, und bewertet wird die einzelne Anlage. Als Empfänger nennt sie Sportvereine und andere gemeinnützige Körperschaften sowie Kommunen und deren Unternehmen, gewerbliche Betreiber nicht. Wie viel Vermietung an Nichtmitglieder unschädlich ist, steht in keiner Quelle, die wir geöffnet haben. Klärt Stundenbuchung und Betreibermodell vor dem Antrag schriftlich mit der SAB.

Alte Zahlen aus dem Netz übernommen

Die Vereinssportstätten-Richtlinie von 2001 mit Regelsatz 30 % und Gesamtaufwand von 3.800 bis 130.000 € lief Ende 2002 aus, steht aber weiter auf REVOSax und taucht in Suchergebnissen noch auf. Die Sportförderrichtlinie nannte bis Mai 2009 nur 30 % für ungedeckte Anlagen. Heute gilt eine Obergrenze von 50 % ohne diese Unterscheidung. Achtet bei jeder Fundstelle auf den Gültigkeitszeitraum.

Häufige Fragen

Fragen zur Padel-Förderung in Sachsen

Zahlt der Landessportbund Sachsen etwas zum Bau?

Nein. Die 29,4 Mio. €, die der LSB 2026 weitergibt, sind Steuermittel für laufende Vereinsarbeit und nicht fest verbaute Großsportgeräte. Den Bauzuschuss zahlt die SAB aus Landesmitteln. Der LSB berät, gibt die Stellungnahme ab und stimmt mit der SAB die Rangliste ab. Sprecht also früh mit seinem Sportstättenreferenten.

Wird Padel in Sachsen gefördert?

Das lässt sich nicht belegen. Gefördert werden Sportstätten allgemein, Padel steht in keiner geöffneten Quelle, und wir fanden keinen sächsischen Padel-Fall mit Betrag. Ob ein Court zur Grundversorgung zählt, ist offen. Am nächsten kommen ein Pumptrack (92.935,58 €, 2023) und der Zaun eines Tennisclubs (25.212,27 €, 2023). Fragt die SAB vor dem Antrag per E-Mail, ob euer Court mit Flutlicht und Vermietung passt.

Stimmt die Angabe 50 % plus 50 % von Lotto-Toto?

Die 50 % gelten als Obergrenze, den Lotto-Teil können wir nicht belegen. Ein Ratgeber (Stand Februar 2024) nennt zusätzlich Lotto-Toto bis 75.000 €. Davon steht nichts in der Sportförderrichtlinie, auf der SAB-Seite oder beim LSB. Genau diese Werte nennt der LSB in Sachsen-Anhalt, eine Verwechslung liegt nahe. Plant damit nicht.

Gibt es Bundesgeld, LEADER oder Kommunalmittel dazu?

Kommunales Geld hilft doppelt, weil die Beteiligung Dritter auf der Rangliste Vorrang bringt. Programme mit Bundesmitteln sind kombinierbar, wenn 10 % Eigenanteil bleiben. Das Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten läuft nur über die Kommune und passt für einen neuen Court kaum. LEADER gibt es nur in Orten bis 5.000 Einwohner und nicht für Ausgaben, die das Land schon zahlt. Der Landkreis Leipzig fördert keine Bauten.

Wie lange dauert es, bis Geld kommt?

Rechnet mit Monaten. 2025 meldete das Ministerium die ersten Bewilligungen erst am 29.08., nach dem Haushaltsbeschluss, 2026 am 08.06. Für 2026 nennt es rund 2,17 Mio. € für etwa 50 Projekte. Den Doppelhaushalt 2027 und 2028 soll der Landtag bis Ende Dezember 2026 beschließen, die Mehrheit war Ende Oktober offen. Zahlen für die investive Sportförderung fanden wir nicht.

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